Ferienfreizeit Kolpingjugend Schwelm

Südtirol 2022 – Das hat gefetzt!

Würde der Lagerplatz in Graun (Südtirol) unserer Kolpingsfamilie Schwelm sprechen können, hätte er sicherlich gefragt: „Wo wart ihr die letzten zwei Jahre?“

Das haben wir uns auch gefragt. Aber…

Nach einer zweijährigen Zwangspause, die der Pandemie geschuldet war, konnte unsere Kolpingjugend in diesem Jahr endlich wieder die beliebte Sommerfreizeit in Südtirol anbieten.
Bereits zu Beginn des Jahres traf sich die Leiterrunde der Kolpingjugend regelmäßig, um alle Eventualitäten durchzuplanen. Am 19.07. war es endlich so weit, gegen 22 Uhr fuhr der Zug aus dem Schwelmer Bahnhof immer Richtung Süden, wo unsere Teilnehmer*innen und Leiter*innen schon sehnsüchtig vom Vortrupp erwartet wurden. Vom Hauptbahnhof in Bozen ging es dann direkt mit unseren Bullis weiter über die Weinstraße in Richtung Graun.
Endlich herrscht wieder Leben auf unserem Zeltplatz. Und plötzlich war alles wie immer. Zelte einrichten, das Dorf erkunden, neue Bekanntschaften schließen und, schon nach kürzester Zeit, die erste Wasserschlacht. Es sollte nicht die letzte in diesem Lager gewesen sein, denn das Wetter hat es in diesem Jahr besonders gut mit uns gemeint. Oftmals wurde im Tal an der 40 Grad Marke gekratzt.

Nachdem man sich dann mit Witzen, Spielen und guten Gesprächen besser kennengelernt hat, war der erste Tag auch schon um und man stimmte sich am Lagerfeuer noch einmal gemeinsam auf die nächsten zwei Wochen ein. Wie das am besten geht? Natürlich genauso wie vor 50 Jahren, mit Gitarre und geselligen Liedern. Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist auch der letzte Teilnehmer bzw. die letzte Teilnehmerin im Lagerleben angekommen.

Nach der ersten Nacht stand dann die Auftaktwanderung zum Kalterer See an. Die gemeinsame Wanderung ist immer ein guter Einstieg, um erstens noch besser einander kennenzulernen und zweitens auch schon mal für sich selbst zu prüfen, wie man seine nächsten Tourentage so planen möchte. Denn schon die nächsten Touren wurden hauptsächlich von jeder Zeltgruppe individuell gestaltet.

Gehe ich lieber Wandern oder Klettern? Reizen mich die Städtetouren mehr? Oder mache ich mir heute mal einen entspannten Tag am See bzw. im Freibad?

Ein Urlaub so individuell wie möglich auf jede/n Einzelne/n zugeschnitten.

Also wurden in den nächsten Tagen die verschiedensten Berge wie zum Beispiel der Fennberg oder das Weisshorn erklommen. Im Montiggler See oder dem Gardasee geplanscht und das Taschengeld in Bozen oder Trento auf den Märkten ausgegeben.

Wieder zurück auf dem Lagerplatz wurde sich dann mit den anderen Zeltgruppen ausgetauscht. Und wer nach den Touren noch Kraft hatte, schloss sich der Gruppe an, die mal wieder damit beschäftigt war, die Leiter*innen und Teilnehmer*innen in den Pool zu schmeißen.

Am Abend merkte man dann, dass die vielen Eindrücke im Sommerurlaub ganz schön hungrig machen.
Barbara und Martin Rydzeck begleiteten das Lager in diesem Jahr wieder als Küchencrew. Hier blieb kein Magen leer. Es gab die besten Gerichte von Schnitzel mit Pommes über Pfannekuchen bis hin zu Spaghetti Bolognese. Es hat jedes Mal richtig gut geschmeckt oder wie unsere Teilnehmer*innen sagen würden: „Das Essen hat heute richtig gefetzt.“

Grundsätzlich hat irgendwann alles gefetzt.
Die geselligen Lagerabende, die Touren durch das Dorf, die Wasserschlachten, die Zeltgruppen und nicht zuletzt die Leiterrunde.

Spricht man in einem Moment noch von unserer Auftaktwanderung zum Kalterer See, erschreckt man sich plötzlich im Gespräch, dass es ja heute schon der letzte Abend ist und man morgen das Lager schon wieder abbauen muss.

Zwei Wochen vergehen einfach immer viel zu schnell und plötzlich fängt man an, seine Reisetasche zu packen, das Zelt abzubauen, die sanitären Anlagen sauber zu machen und den Lagerplatz wieder aufzuräumen.

Spätestens bei der Abschlussrunde am Bannermast fällt einem dann auf, wie sehr man die Leute, die einem vor zwei Wochen noch komplett fremd waren, über die Zeit ins Herz geschlossen hat.

Schnell nochmal dem Zeltplatz Tschüss sagen und schon fuhren die Bullis wieder zum Bahnhof Bozen, wo der Zug Richtung Heimat schon wartete.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön.

Vielen Dank an unser super Küchenteam Barbara und Martin. Vielen Dank an unsere Leiterrunde: Giusi, Dennis, Christian, Andreas, Fabian, Benedikt, Niklas, Tim, Alexandra, Marie und Nina. Und vielen Dank an alle Teilnehmer*innen die für dieses super Lager verantwortlich waren.

Was aber in diesem Jahr gefehlt hat, dass warst DU! Vielleicht hast Du ja Lust uns im nächsten Jahr zu begleiten.
Denn nach dem Lager ist ja bekanntlich vor dem Lager.
Und auch im nächsten Jahr wollen wir wieder ins wunderschöne Südtiroler Unterland.

Haben wir Dein Interesse geweckt? Dann schau doch einfach mal auf unserer Seite www.kolpingjugend-schwelm.de vorbei. Hier findest Du alle wichtigen Informationen zum Sommerlager 2023.

Wir freuen uns auf Dich.

 

Geschrieben von Christian Beckmann